Eiger Nordwand – die Wand der Wände

Berner Oberland

Die Eiger-Nordwand (3970 m) wurde in den 1930er Jahren als eine der herausforderndsten Bergziele in den Alpen angesehen und erhielt die beängstigenden Beinamen „Mordwand“ oder „Todeswand“. Seit der Erstbesteigung im Jahr 1938 haben mehr als 70 Menschen ihr Leben verloren, während sie versuchten, die 1800 Meter hohe Nordwand des Eigers zu bezwingen. Die Eiger Nordwand zählt neben dem Matterhorn zu den gefährlichsten und anspruchsvollsten Bergen der Welt.

Eiger Nordwand: Wandhöhe 1’650 m, Kletterstrecke 4’000 m

Eiger Nordwand

Eiger Nordwand

Die Eiger-Nordwand, auch bekannt als Nordwestwand, bildet einen Teil des Eiger-Massivs mit einer Höhe von 3967 Metern und befindet sich südwestlich von Grindelwald im Berner Oberland. Die Wand erstreckt sich über eine Höhe von 1650 Metern, während die Heckmair-Route, eine der bekanntesten Routen, eine Kletterstrecke von etwa 4000 Metern aufweist. Dies macht sie zu einer der längsten und anspruchsvollsten Kletterrouten in den Alpen. Insgesamt gibt es über 30 Routen, die durch die Eiger-Nordwand führen.

Die Eiger-Nordwand kann grundsätzlich ganzjährig bestiegen werden, sowohl im Sommer als auch im Winter. Allerdings sind die Monate Juni, Juli bis Mitte September oft von extremer Hitze geprägt, was zu vermehrtem Steinschlag führen kann.

Erstbesteigung 1938

Am 24. Juli 1938, um halb vier Uhr nachmittags, erreichten Fritz Kasparek aus Österreich, sein Landsmann Heinrich Harrer sowie die beiden Deutschen Andreas Heckmair und Ludwig Vörg ihr lang ersehntes Ziel: Sie waren die ersten Menschen, die es geschafft hatten, die scheinbar unbezwingbare „Mordwand“, die 1650 Meter hohe Eiger-Nordwand, zu durchsteigen.

Heute ist allgemein anerkannt, dass der Erfolg niemals möglich gewesen wäre, wenn Andreas Heckmair nicht die Zeit investiert hätte, die Wand zu studieren, insbesondere den oberen Teil. Im Sommer 1937 verbrachte er zwei bis drei Wochen am Eiger, um die Wand genau zu untersuchen. Er beobachtete die Eisfelder durch ein Fernglas und prägte sich ihre Position ein. Dabei erkannte er, dass das Beherrschen des Eiskletterns genauso wichtig war wie das Klettern im Fels. Heckmair fand schließlich einen Weg, der zur heute bekannten Normalroute wurde, die als Heckmair-Route bezeichnet wird.

Wettrennen an der Eiger Nordwand

Aktuell existieren über 30 Routen, die durch die Eiger Nordwand führen und teilweise miteinander verbunden sind.

Im Jahr 1974 sorgte Reinhold Messner für Aufsehen, als er die Eigernordwand in nur 10 Stunden bezwang. Die Erstbesteiger benötigten dafür noch 3 Tage. Heutzutage sind Spitzenalpinisten in der Lage, die Nordwand bei günstigen Wetterbedingungen innerhalb weniger Stunden zu durchsteigen.

Im November 2015 wurde der Rekord über die Heckmair-Route von Ueli Steck, einem Schweizer Extrembergsteiger, auf 2 Stunden, 22 Minuten und 50 Sekunden gesetzt.

Am 27. Juli 2018 überquerte der Schweizer Extrembergsteiger Dani Arnold die Eiger Nordwand entlang der Cassin-Route in einer Zeit von 2 Stunden und 4 Minuten. Damit stellte er den bisherigen Rekord von Ueli Steck ein, der am 30. April 2017 bei einem Bergunfall am Nuptse in der Nähe des Mount Everest tragischerweise ums Leben kam.

Eiger Nordwand Besteigung mit Bergführer

Die Begehung der Heckmair-Route wird als außerordentlich schwierig eingestuft, da sie steile Passagen von bis zu 80° aufweist. Insgesamt müssen etwa 3.000 Meter geklettert und 1.800 Höhenmeter bewältigt werden. Die Kletterzeit variiert je nach Bedingungen und Fitnesszustand zwischen 10 und 20 Stunden. Die Besteigung der Eiger Nordwand setzt sehr hohe Anforderungen voraus und sollte nur mit einem erfahrenen Bergführer unternommen werden.

Die Besteigung der Eiger Nordwand setzt damit deutlich höhere Anforderungen voraus als beispielsweise die Matterhorn Besteigung.

Video Eiger – Heckmair Route – Climbing the Nordwand

Eiger - Heckmair Route - Climbing the Nordwand

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Video Desaster an der Eiger Nordwand

Dies ist die Geschichte von vier erfahrenen Bergsteigern wie sie 1936 versuchen die Eiger Nordwand als erstes zu durchsteigen. Dabei sollte jedoch nicht alles wie geplant verlaufen.

Desaster an der Eiger Nordwand | Zweiter Versuch

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